Kategorie-Archiv: Tipps und Tricks

Licht in Hobbytrade Doppelstockwagen (Dostos) schaltbar machen

Die Doppelstockwagen von Hobbytrade sind meiner Meinung nach die besten Doppelstockwagen, die derzeit im original Längenmaßstab angeboten werden. Und wenn man berücksichtigt, dass sie ab Werk mit einer LED-Beleuchtung ausgerüstet sind, dann relativiert sich auch der recht hohe Anschaffungspreis.

Leider ist diese LED-Beleuchtung von Haus aus viel zu hell und nicht schaltbar. Beides lässt sich aber recht leicht beheben, wenn man einen Funktionsdecoder nachrüstet. Ich habe mich für einen FD-R Basic von Tams entschieden, der zugleich auch Railcom beherrscht. Kauft man ihn im Fünferpack, kostet die Aufrüstung pro Wagen je zehn Euro.

Die Doppelstockwagen von Hobbytrade sind recht leicht zu öffnen, wenn man weiß, dass die Längsseiten jeweils einmal in Höhe der „Aufgänge“ geklebt sind.[1] Diese Klebeverbindungen lassen sich mit einem schmalen Schlitz-Schraubendreher ganz gut aufhebeln; danach kann der Aufbau wie gewohnt abgehoben werden, wenn er zugleich gespreizt wird.

Position der Klebestelle an den Hobbytrade-Doppelstockwagen

Position der Klebestelle an den Hobbytrade-Doppelstockwagen

Anschließend muss die bislang bestehende Stromzuführung von den Kupferstreifen abgelötet werden, die im „ersten Stock“ der Doppelstockwagen die Stromversorgung für „Ober- und Unterdeck“ bereit stellen.

Ablöten der bisherigen Stromzuführung

Ablöten der bisherigen Stromzuführung

Das Kabel des einen Stromabnehmers wird an X4, der andere an X5 des FD-R Basic-Decoders angelötet. Von AUX1 oder AUX2 führt dann ein Kabel an die Kathode (-) des LED-Bausteins; die Rückführung von der Anode (+) führt an den Rückleiter X6 des Decoders. Das Licht sollte jetzt schaltbar sein.

Der eingebaute Decoder

Der eingebaute Decoder

Um etwas gegen das deutlich zu grelle und auch sehr kalte Licht zu tun, schlägt modellbausven in drehscheibe-online.de vor, die LED-Leisten mit einer Schicht Backpapier abzukleben. Ich habe lieber das Licht gedimmt, indem ich die vom Decoder ausgegebene Spannung reduziert habe. Wenn die Leiste an AUX1 angeschlossen ist, ist hierfür CV-Nummer 49 zuständig; „hängt“ das Licht an AUX2, ist es CV 50. Ich habe die Spannung auf den Wert 20 gesetzt und bin damit sehr zufrieden.

Wichtig: Damit sich der Decoder programmieren lässt, muss Railcom ausgeschaltet werden. Dazu muss der CV-Wert „29“ auf 2 gesetzt werden.

[1] Dies war zumindest bei meinen Hobbytrade-Wagen in der DB-Version der Fall. Die Metronom-Version war nicht verklebt.

Kupplungsdeichsel bei Roco-EC-Wagen wechseln

Die defekte Kupplungsdeichsel lässt sich problemlos austauschen.

Die defekte Kupplungsdeichsel lässt sich problemlos austauschen.

Den Roco-ABmz der ÖBB (Art.-Nr. 45353) hat die Dickesche Bahn relativ günstig von einer österreichischen Bahngesellschaft übernommen. Leider hatte der Wagen einen kleinen Schaden: Eine der beiden Kupplungsdeichseln war defekt. Der NEM-Schacht war abgebrochen, so dass man den Wagen nur noch an einer Seite kuppeln konnte.

Glücklicherweise hatte Roco die Deichsel noch als Ersatzteil vorrätig, so dass ich sie über eine der empfohlenen Reparaturwerkstätten bestellen konnte. Roco beliefert diese empfohlenen Reparaturwerkstätten bevorzugt mit Ersatzteilen. Die gleichlautende Bestellung, fünf Wochen zuvor bei einem regulären örtlichen Modellbahnhändler aufgegeben, ist bis heute nicht eingetroffen…

Der Einbau der Kupplungsdeichsel ist einfach: Der Wagen wird auf das Dach gelegt. Dann wird das betroffene Drehgestell einfach nach oben abgezogen und der darunterliegende Plastikring entfernt. Danach kann die defekte Deichsel leicht nach vorne gezogen, nach oben herausgehoben und die anhängende Feder aus der Federhaltung gelöst werden.

Da die neue Deichsel mitsamt neuer Feder geliefert wird, muss diese nun in die Halterung eingesetzt werden. Die neue Kupplungsdeichsel wird so gedreht, dass der kleine Führungshaken nach unten zeigt. Die Deichsel leicht vorziehen, so dass der Führungshaken unter dem Wagenboden verschwindet und die Kupplung sicher in Position hält. Den Plastikring und das Drehgestell wieder einsetzen, fertig.

Kosten der „Aktion“: rund 2,50 EUR für die Kupplungsdeichsel und etwa fünf Minuten Zeit. Der ABmz ist wieder voll einsatzbereit.

Fleischmann zieht den Kürzeren

Eigentlich bin ich ein Fan der Profi-Kupplungen von Fleischmann. Beim Einsatz auf meiner Anlage, die einige enge Radien aufweist, kommt es jedoch immer wieder zu Problemen. In Kombination mit den Profi-Kupplungen entgleisen die längenmaßstäblich korrekten 303mm-Wagen von Roco nämlich immer wieder, während sie mit der Kurzkupplung von Roco locker „die Kurve“ bekommen.

Mein Verdacht war schon immer, dass die Profi-Kupplungen ein wenig kürzer als die Roco-Kupplungen kuppeln. Auf der Internetseite stayathome.ch von Rainer Lüssi habe ich jetzt die Bestätigung für diese These gefunden. Denn Rainer hat schlicht mal nachgemessen und bemerkenswerte Unterschiede festgestellt. Demnach besteht der Abstand zwischen den Norm-Schächten beim Einsatz der Fleischmann Profi-Kupplungen gezogen 15,4 mm. Bei Roco-Kurzkupplungen ist der Abstand mit 15,9 Millimetern immerhin 0,5 Millimeter länger.

Fleischmann zieht im Vergleich also deutlich den K(k)ürzeren (Zug) — und hebt die Roco-Wagen deshalb offensichtlich aus den Gleisen.

Einbau des Servos bei Fleischmann Profi-Gleis-Weichen

Schon vor einiger Zeit habe ich beschrieben, wie ich meine Fleischmann Profi-Gleis-Weichen für den Servobetrieb umgerüstet habe. In Reaktion auf Smartys Anfrage möchte ich jetzt hier einmal ausführlicher beschreiben, wie ich die Servos montiere, um die Weichen schalten zu können. Mein erster Ansatz bestand darin, die Servos direkt unter die Weichen zu montieren und sie über einen senkrecht nach oben führenden, 0,5mm starken Federstahldraht zu stellen, der am obersten Ende um 90 Grad gebogen war, so dass er in die Einkerbung der Stellschwelle eingeführt werden konnte. Auf eine entsprechende Lösung war ich bei „Modelleisenbahn Claus“ gestoßen.

Die Montage direkt unter der Weiche hat sich nicht bewährt.

Diese Art der Montage hat sich für das Profi-Gleis aber nicht bewährt, da der Stelldraht hier im Gegensatz zu anderen Gleissystemen „kein Spiel“ nach oben hat. Es war ausgesprochen schwierig, den Stelldraht auf die exakte Länge zu biegen. Abweichungen von einem Millimeter waren schon ein massives Problem: Entweder machten sie sich in Mittelstellung des Servos durch ein leichtes Anheben der Weiche oder aber in den Außenpositionen durch ein Herunterdrücken des gesamten Gleiskörpers — mit entsprechend lauten Servogeräuschen — bemerkbar. Zum anderen „verkantet“ diese Lösung bei mir des öfteren, oder aber der Stelldraht springt aus der Führung. Alles andere als optimal also — zumal ich die Montage nur selten in unter einer halben Stunde pro Servo erledigen konnte.

In der Folgezeit habe ich mich also um eine Lösung bemüht, die ein wenig mehr Spiel im Stelldraht ermöglicht. Mein Ansatz bestand darin, die Länge des Stelldrahtes zu verlängern. Um ihn dennoch sicher führen zu können, lasse ich ihn durch eine an der Anlagenunterseite angebrachte Lüsterklemme laufen. Mit der kleinen Schraube in der Lüsterklemme kann ich die Biegung des Drahtes — und damit den Stellweg — recht fein justieren. Auf der anderen Seite habe ich bei der Montage des Servos weniger Arbeit. Er wird nur grob positioniert, und zwar im 90-Grad-Winkel parallel zum Gleis montiert. Mit dieser Lösung habe ich bislang ausgesprochen gute Erfahrungen gemacht. Die Servos schalten sicher und zuverlässig. Für die Montage brauche ich hier, wenn die Weichen bereits entsprechend vorbereitet sind, nur etwa zehn Minuten.

Der Servo wird nicht direkt unterhalb der Weiche, sondern im 90-Grad-Winkel parallel zur Fahrstrecke montiert.

Graffiti statt Schmiererei

Normalerweise bin ich kein Freund von Graffitis. Heute haben sie mir aber ziemlich geholfen: Irgendwie war der Schriftzug meines „VT 716“ der NordWestBahn an einer Seite teilweise abgeschabt. Versuche, die Buchstaben mit einem weißen Edding „wiederherzustellen“, scheiterten. Der Edding trug zu dick auf, so dass die Schrift „puckelig“ wurde. Außerdem war der Schriftzug nun ausgesprochen unscharf.

Versuche, die abgeschabten Buchstaben mit Edding zu ersetzen, endeten wenig befriedigend.

Hilfe gab es von den Sprayern: Bei TL-Decals habe ich Graffiti-Decals im Maßstab 1:87 bestellt. Die Verarbeitung war einfach: Oberfläche der NordWestBahn mit einem feuchten Tuch reinigen, das ausgeschnittene Motiv fünf bis zehn Sekunden in lauwarmem Wasser „baden“ und anschließend ca. eine Minute auf einem Papiertuch durchweichen lassen, bis es sich vom Trägerpapier gelöst hat (mit einem Pinsel prüfen). Anschließend das Decal einfach mit dem Pinsel vom Trägerpapier auf die genaue Position des Modells schieben und mögliche Wasserblasen mit einem weichen Baumwolltuch wegdrücken. Fertig.

Der VT 716 mit neuer Schmiererei.

Profi-Boss: Loknamen und Funktionssymbole ändern

Mit dem Profi-Boss von Fleischmann lassen sich recht leicht Lok-Adressen ändern, neue Loknamen vergeben und individuelle Symbole für die jeweiligen Decoderfunktionen zuordnen. Leider finde ich die Bedienungsanleitung des Profi-Bosses nicht mal halb so gelungen wie das Handsteuergerät an sich. Deshalb hier eine recht kurze und knappe Anleitung, wie man neue Loks in die eigene Datenbank übernehmen und ihnen neue Namen und Funktionssymbole geben kann:

  • Die Lok auf das Programmiergleis stellen,
  • gleichzeitig c-alt drücken; auf diese Weise gelang man in die Einstellungen.
  • Die Decoderadresse eintippen und bestätigen,
  • das Lok-Symbol drücken, um in den Einstellungen einen Schritt zurück zu gehen, und
  • „Lokomotive“ wählen.
  • Sollte nun ganz oben im Display neben dem Schraubenschlüssel „Lokomotive“ stehen, befindet man sich noch in der Fleischmanndatenbank. Mit alt in „meine Datenbank“ wechseln.
  • Darauf achten, dass unter „Lokwahl“ die korrekte Decoderadresse eingetragen ist. Sollte das nicht der Fall sein, Decoderadresse ändern.
  • Nun kann man den Loknamen und die Funktionssymbole bequem bearbeiten.

Digitale Modellbahnsteuerung mit PC und Profi-Boss

Der „Profi-Boss“ ist eine wenn auch schwachbrüstige, so doch (fast) vollwertige Digitalzentrale. Umso bedauerlicher ist es, dass ihn Fleischmann schon kurz nach seinem Erscheinen zugunsten der Roco Multimaus wieder eingestellt hat.

Egal; ich hatte seinerzeit das Glück, in meiner Startpackung einen Profi-Boss liegen zu haben. Und da meine Loks ohnehin alle über einen Digitaldekoder verfügen und ich inzwischen auch fast alle Weichen digitalisiert habe, lag die Idee nahe, die Modellbahnsteuerung vollständig über den Computer laufen zu lassen.

Die Zusatzkosten dafür belaufen sich auf rund 120 Euro. Benötigt werden neben dem Profi-Boss und einem PC (egal, ob Windows, Mac oder Linux) ein Loconet-Kabel, das USB-Loconet-Interface 63120 von Uhlenbrock sowie eine Stromeinspeisung für Loconet. Diese Stromeinspeisung ist deshalb notwendig, weil der Profi-Boss im Gegensatz zu Darstellungen der Firma Fleischmann, die anderes vermuten lassen (vgl. hier), keine Stromversorgung für das Loconet vornimmt. Hierfür bieten sich entweder das Uhlenbrock 63100 oder aber das Digitrax UP-5 an (vgl. hier). Das Digitrax UP-5 benötigt zudem ein 12-Volt-Wechselstrom-Netzteil mit DC-Stecker. Wenngleich der Vorteil eines festen Gehäuses nicht von der Hand zu weisen ist, habe ich mich aus Kostengründen für das Digitrax UP-5 entschieden.

Als Netzteil kommt das bisherige Netzteil des Profi-Bosses zum Einsatz. Die Stromversorgung für den Profi-Boss übernimmt nun der Tillig-Trafo 08122. Der Tillig-Trafo ist mit dem Fleischmann-Trafo 6811 identisch (vgl. auch hier), der nicht mehr produziert wird und ohnehin recht teuer gekommen wäre. Vorteil dieser Lösung: Ich muss für das Digitax UP-5 kein Netzteil kaufen, und der neue Trafo am Profi-Boss steigert die Leistung der Digitalzentrale auf immerhin 1,8 Ampere. Da ich die Weichen separat schalte, dürfte das bis auf weiteres reichen. Die Verkabelung ist relativ einfach, wenn man auf die korrekte Stromversorgung des Digitrax UP-5 achtet:

Anschluss des Profi-Bosses an einen PC via Loconet.

Anschluss des Profi-Bosses an einen PC via Loconet.

Als Steuerungssoftware habe ich mir RocRail, iTrain und Windigipet angeschaut. Windigipet ist für meine Zwecke aber schlicht überdimensioniert und steht zudem nicht für Linux und OS X zur Verfügung. Rocrail ist ebenfalls überaus mächtig, doch finde ich die Oberfläche eher „altbacken“. „Ausschlusskriterium“ war schließlich, dass ich bei Rocrail keine Möglichkeit gefunden habe, den Tasten für die Dekoderfunktionen Symbole zuzuordnen. Zudem lässt sich die Lokgeschwindigkeit offensichtlich nur über einen Schieberegler bestimmen, was punktgenaue Mauspositionierungen voraussetzt. Ich will mit den Augen aber auf der Anlage und nicht am TFT-Display meines Rechners kleben.

iTrain hat die besagten Funktionstastensymbole und zudem vielfältige Möglichkeiten für die Geschwindigkeitsregelung, die mir sehr entgegenkommen. Verwirrend ist hier allerdings, dass in der Demo-Version aus lizenzrechtlichen Gründen kein Loconet-Verbindungen möglich sind, das Handbuch zur Kaufversion hierauf aber nicht hinweist. Im Grunde ist das aber kein Problem: Nach einer Registrierung erhält man einen Aktivierungscode für eine zeitlich begrenzte Testversion, die auch Loconet-Verbindungen erlaubt.

Nur die Konfiguration dieser Verbindung gestaltete sich noch ein wenig schwierig. Inzwischen läuft die Anlage mit den folgenden Einstellungen aber problemlos:

Karteikartenreiter „Allgemein“: Voreinstellungen des Protokolls für Magnetartikel: DCC Schaltdauer (in ms): 200 [x] Alle Magnetartikel durchschalten nach Verbindungsaufbau

Karteikartenreiter „Seriell“: Schnittstelle: Loconet Port: SLAB-USBtoUART Baudrate: 125200 Baud Stopp-Bits: 1 Bit CTS-Kontrolle: No flow control

Karteikartenreiter „Spezifisch“: Neue Funktionen benutzen: [] Schaltbestätigung: [] Rückmelde[-]Reportadresse: 0

Umrüstung von Fleischmann Profi-Gleis-Weichen auf Servo-Antrieb

Üblicherweise werden die Fleischmann Profi-Gleis-Weichen mit den von Fleischmann gelieferten Magnetartikel-Antrieben geschaltet. Es gibt jedoch eine vergleichsweise günstige Alternative, die noch dazu digital gesteuert werden kann: eine Schaltung mit Servo-Motoren.

Dazu benötigt man pro Weiche lediglich einen Servo, ein wenig 0,8mm starken Federstahl sowie einen Servo-Decoder. Als Servos kommen bei mir die Topline Mini-Servos ES-05 JR (Best.-Nr.: 230500 – 62) zum Einsatz, als Decoder der „SwitchPilot Servo“ (Art.-Nr. 51802) von ESU. Da an den „SwitchPilot Servo“ vier Servos angeschlossen werden können, kostet diese Lösung neben ein wenig Zeit und einigen Zentimetern Federstahldraht inclusive je eines Servos etwa elf EUR pro Weiche.

Das einzige Problem bei dieser Lösung ist, die Profi-Gleis-Weichen für den Servo-Antrieb vorzubereiten. Zum einen sollten sie nach dem Umbau betriebssicher schalten. Aus optischen Gründen war mir darüber hinaus zweierlei wichtig: Zum einen sollte der Stellvorgang nicht von der Seite, sondern „von unten“ durchzuführen sein, um den Federstahldraht unsichtbar zu halten. Außerdem sollten die doch wenig ansprechenden, seitlich angebrachten Stellhebel verschwinden.

Nach einigem Probieren fand ich eine recht praktikable Lösung, die allerdings irreversibel ist. Die Weiche lässt sich also nicht in ihren originalen Betriebszustand zurückversetzen. Das war mir aber gleichgültig. Zunächst entferne ich die an der Unterseite der Weiche angebrachte Abdeckung, indem ich die Rastnasen (je fünf an jeder Seite sowie zwei im Bereich der Herzstückes) öffne. Das gibt den Blick auf das „Innenleben“ der Weiche frei, das bis auf die Stellschwelle vollständig entfernt wird.

Blick auf das Innenleben einer Fleischmann Profi-Gleis-Weiche. Rot umrandet die an der Stellschwelle angebrachte Einkerbung, durch die der Stelldraht später geführt werden soll.

Die Stellschwelle selbst verfügt über eine kleine Einkerbung (rot umrandet), die alleine jedoch nicht ausreicht, um den Stelldraht sicher zu führen. Deshalb habe ich den Raum zwischen Weichenanfang und Stellschwelle mit einem Stück Plastik verklebt, so dass zwischen Stellschwelle und Weichenanfang ein Hohlraum entsteht. Dabei ist darauf zu achten, dass das Stück Plastik bündig über (!) die Stellschwelle gelegt wird, die Stellschwelle selbst aber nicht mit dem Plastik verklebt wird.

Mit einem zusätzlich aufgeklebten Plastikteil (rot umrandet) kann das Herausrutschen des Stelldrahtes aus der Führung sicher verhindert werden.

Nun kann ein im 90-Grad-Winkel gebogener Stelldraht problemlos durch die in der Stellschwelle angebrachte Einkerbung in Richtung Weichenanfang führen. Das zusätzlich angebrachte Plastikteil verhindert das Herausrutschen oder „Verdrehen“ des Stelldrahtes zuverlässig. Update: Inzwischen habe ich die Art der Servomontage verändert. Nähere Ausführungen dazu gibt es im Beitrag „Einbau des Servos bei Fleischmann Profi-Gleis-Weichen„.

Maßstäbliche Geschwindigkeiten unter H0

Lokdecoder bieten die Möglichkeit, individuell für jede Lok Höchstgeschwindigkeiten zu definieren, die dem Vorbild entsprechen.

Möchte man für das Modell im Maßstab 1:87 die korrekte Geschwindigkeit ermitteln, so gilt:

(1km/h)/87 = (100.000cm/3600 sec)/87 = (27,78 cm/sec.)/87 = 0,32 cm/sec.

1km/h in der Realität entspricht also 0,32 cm/sec im Maßstab H0 (1:87).

Dies führt zu folgender Tabelle:

km/h (Vorbild) cm/sek (H0)
10 3,19
20 6,39
30 9,58
40 12,77
50 15,96
60 19,16
70 22,35
80 25,54
90 28,74
100 31,93
110 35,12
120 38,31
130 41,51
140 44,7
150 47,89
160 51,09
170 54,28
180 57,47
190 60,66
200 63,86
210 67,05
220 70,24
230 73,44
240 76,63
250 79,82
260 83,01
270 86,21
280 89,4
290 92,59
300 95,79

Neuer Zugzielanzeiger für die NordWestBahn

Ich weiß ja nicht so genau, was sich BRAWA dabei gedacht hat. Den Talent von Bombardier an sich finde ich ja durchaus gelungen. Aber nach Leipzig, wie der schwarz-gelbe Zugzielanzeiger das behauptet, verirrt sich der VZ 716 der NordWestBahn eher selten.

Ich habe mir deshalb mit OpenOffice einen neuen Zugzielanzeiger gebastelt. Da ich nur einen Schwarz-Weiß-Laserdrucker und keinen Farbdrucker besitze, habe ich die Datei einfach auf gelben Klebeetiketten ausgedruckt. Jetzt fährt die NordWestBahn, wie es sich gehört, wieder in meine Heimatstadt Warendorf. 🙂